Hunde-Tipps
Tipps damit der Hund folgt
1. Der Hund ist nie schuld - jede Unart wurde anerzogen.
Hunde sind im Allgemeinen sehr folgsame Tiere. Aber nur mit der richtigen Erziehung! Versäumt man es als Hundehalter, seinen Vierbeiner im Jugendalter angemessen abzurichten, kann sich der Hund einige Unarten aneignen. Und erst einmal angelernt, muss man sie ihm nachher mühsam wieder abgewöhnen.
Darum an dieser Stelle einige gute Methoden zur Erziehung Ihres Hundes:
- Grenzen setzen:
Verhält sich der Hund unartig, müssen Sie ihn mit einem kraftvollen und bestimmten "NEIN" in die Schranken weisen. - Härte beweisen:
Hat man den Hund bei einer Missetat ertappt und ihn mit einem klaren Nein gemaßregelt, darf er anschließend nicht einfach wieder entschuldigt und gestreichelt werden. Der Hund könnte dies missverstehen und glauben, dass Sie solche Unarten begrüßen. Sie müssen den Vierbeiner spüren lassen, dass Sie mit ihm unzufrieden sind: ignorieren Sie ihn, halten Sie ihn auf Abstand und bleiben Sie einige Zeit lang konsequent. Auch ihre Familienmitglieder, denn schließlich geht es um die Gesetze des Rudels, die der Hund akzeptieren soll. - Timing ist die halbe Lektion:
Zu spätes Mahnen und Strafen ist sinnlos, da der Hund es nicht mehr mit der Untat verknüpfen kann. Sie müssen innerhalb von wenigen Sekunden reagieren, sonst kennt sich Ihr Vierbeiner nicht mehr aus. Genau das gleiche gilt übrigens auch beim Belohnen: hat Ihr Liebling etwas richtig gemacht, müssen Sie ihn binnen Sekunden streicheln, loben und mit einem Leckerli belohnen, nur dann verknüpft er Ihre Freude mit dem, was er gerade gemacht hat.
2. Der Trick gegen Hochspringen
Der Grund, warum Hunde an Menschen hochspringen wollen, ist die natürliche Art und Weise, wie sich Hunde untereinander begrüßen: durch Schnauzenkontakt. Und genau mit dieser Geste will der Hund auch die Menschen begrüßen. Dass das aber oft nicht so angenehm ist – zum Beispiel, wenn ein Berner Sennenhund ein Kind oder die Oma begrüßen will – ist klar. Und durch die Versuche, den Hund mit den Händen abzuwehren – also übermäßigem Händefuchteln – fühlt sich der Hund erst recht dazu motiviert, noch energischer zu begrüßen.
Daher sollte dem Hund diese Verhaltensweise schon im Welpenalter abgewöhnt werden. Hierzu haben wir einige gute Tipps:
- Jeder Besucher muss mitspielen: Informieren Sie jeden, der Sie besucht, dass Sie Ihrem Hund das Anspringen abgewöhnen wollen. Darum soll auch jeder die folgenden Verhaltensweisen beachten.
- Hände hinter den Rücken:Wildes Herumfuchteln kann den Hund noch mehr motivieren. Darum die Hände ruhig auf den Rücken legen oder in die Hosentaschen stecken.
3. Der Anti-Schnapp-Trick
Das Schnappen ist keine angeborene, sondern eine angelernte Unsitte bei Hunden. Obwohl sie alles, was lecker aussieht und gut riecht, am liebsten sofort haben wollen, liegt das Schnappen nicht unbedingt an ihrem natürlichen Fresstrieb. Es entsteht meistens durch eine falsche Fütterungsmethode des Menschen, der dem Hund etwas Leckeres anbietet, dann aber die Hand sofort wieder weg zieht. Der Hund wird dieses Zurückziehen verhindern wollen und versuchen, das Leckerli umso schneller zu fassen - also danach schnappen. Hat ein Hund sich diese Unsitte erst einmal angeeignet, muss man sie ihm mit viel Geduld abgewöhnen. Am Anfang zieht man dazu am besten noch einen Arbeitshandschuh an und lässt den Hund in aller Ruhe daran riechen. Will er zuschnappen, muss es ihm wieder mit einem NEIN! verboten werden. Die gleiche Übung wiederholt man dann mit Leckerli. Wichtig dabei ist, die Hand nicht hektisch zu bewegen und dem Hund währenddessen ruhig zuzureden, damit er Vertrauen fasst. Diese Übung machen Sie so lange, bis der Hund das Leckerli völlig gelassen mit seinen Schneidezähnen von der Hand nimmt.
4. Der Trick gegen Angst
Hunde können vor vielen Dingen und Situationen Angst haben. Schlimm sind zum Beispiel Gewitter und das alljährliche Feuerwerk zu Silvester. Auch unterwegs gibt es einige Dinge, die den Vierbeiner verängstigen können: Autos, Fahrräder etc. Meist ist Angst ja nichts Schlechtes, immerhin hält sie einen davon ab, sich in gefährliche Situationen zu begeben. Um Ihrem Hund aber eine Angst abzugewöhnen, die keinen großen Nutzen hat und Ihren Hund stresst - wie zum Beispiel bei einem Gewitter – nehmen Sie eine Videokamera und zeichnen Sie das nächste Unwetter auf. Diese Aufnahme spielen Sie ihm dann in ruhigen Situationen immer wieder vor. Erst bei leiser Lautstärke, dann immer lauter bis hin zum Original-Ton. Währenddessen reden Sie ihm mit ruhiger Stimme gut zu. So verdeutlichen Sie ihm, dass er nichts zu befürchten hat.
5. Der Mein-Hund-bleibt-allein-zuhause-Trick
Ein Hund ist ein Rudeltier und möchte deshalb so oft als möglich im Rudel sein. Was dazu führen kann, dass er sehr ungern alleine zuhause bleibt. Viele Hunde bellen und heulen durchgehend, wenn Herrchen und Frauchen nicht da sind, andere laufen hektisch auf und ab, um ihr Rudel wiederzufinden. Und manche lassen ihren Frust sogar an der Einrichtung aus. Aber man kann einem Hund – am besten von Welpenbeinen an - gut an das Alleinsein gewöhnen. Dazu braucht es aber einige Übung.
Wichtig ist, dass Ihr Vierbeiner viele Plätze hat, auf denen er sich wohl fühlt. Wo er schlafen und warten kann, bis Sie wieder da sind. Machen Sie ihm die Plätze so angenehm wie möglich, und verbringen Sie mit ihm viel Zeit dort – streicheln, gut zureden und schmusen. Damit er den Platz mit angenehmen Erinnerungen verbindet.Dann verlassen Sie den Raum. Wenn er Ihnen nachlaufen will, tragen Sie ihn ruhig und besonnen auf seinen Platz zurück und gehen wieder. Das kann einige Zeit und viele Wiederholungen in Anspruch nehmen, aber irgendwann bleibt der Hund dann einfach sitzen. Wenn Sie zurück kommen und Ihr Liebling sitzt noch auf seinem Platz, geben Sie ihm ein Leckerli und schmusen ein bisschen mit ihm. Wenn das funktioniert, können Sie das Haus verlassen. Erst nur kurz, für fünf bis zehn Minuten, danach in immer längeren Abständen. Durch ihr ständiges Gehen und Kommen lernt der Hund, dass Sie ihn nicht für immer verlassen werden und dass er keine Angst um sein Rudel haben muss.Sollte Ihr Hund bellen oder panisch werden, wenn Sie außer Haus sind, versuchen Sie nicht, ihn durch Streicheln oder Zuwendung zu beruhigen. Er könnte sein Gebelle mit dieser positiven Sache verknüpfen und es immer wieder tun. Ignorieren Sie ihn erst einmal -wenn er sich beruhigt hat, darf wieder gekuschelt werden. Dann verlassen Sie wieder ohne Verabschiedung das Haus. So oft, bis er ruhig auf seinem Platz bleibt.
6. Jagdtrieb
Hier ist Konsequenz gefragt! Erlaubt man einem Hund im eigenen Garten zuhause herumzujagen, wird er das auch in der Öffentlichkeit machen.
Daher immer durch eindeutiges Verbots-Hörzeichen "Nein" unterbinden.





