Tipps für Nicht-Hundehalter
Wertvolles Wissen für Menschen ohne Hund
Auch als Nicht-Hundehalter sollte man einige Dinge über den Umgang mit Hunden wissen. Ob beim Spaziergang, bei Freunden zuhause oder in öffentlichen Verkehrsmitteln - überall kann man den liebenswerten Vierbeinern begegnen. Und damit solche Begegnungen harmonisch verlaufen, gibt es einige Grundregeln.
1. Vor dem Berühren Erlaubnis einholen
2. Vorsichtige Annäherung an den Hund
3. Erster Kontakt
4. Laufen Sie nicht weg
5. Aggressives Verhalten
6. Hund - Kind
7. Radfahren/Inlineskaten und Hunde
1. Vor dem Berühren Erlaubnis einholen
Auch wenn man keinen Hund hat, kann man durchaus Hundefreund sein. Aber das heißt nicht, dass man das Recht hat, einfach fremde Hunde zu streicheln. Sie sollten in jedem Fall den Besitzer um Erlaubnis bitten, bevor Sie sich dem Vierbeiner nähern. Denn der Hundehalter weiß selbst am besten, wie sein Hund auf fremde Menschen reagiert.
Bevor sie sich einem fremden Hund nähern oder ihn berühren, holen sie die Erlaubnis beim Hundehalter ein. Jeder Hund hat in der Vergangenheit gute oder schlechte Erfahrungen mit seinen Artgenossen oder mit Menschen (Erwachsenen oder Kindern) gemacht. Bei negativen Erfahrungen könnten die Tiere mit Flucht reagieren. Hunde an der Leine können auch versuchen, sich zu verteidigen (bellen oder knurren).
Hunde spielen im Allgemeinen gerne mit Kindern. Die Hundebesitzerin oder der Hundebesitzer gibt vor dem Erstkontakt gerne Auskunft, ob der Hund den Umgang mit Kindern gewöhnt ist.
Der Kontakt mit Hunden hinter einem Zaun oder in einem Auto sollte vermieden werden. Der Hund deutet die Kontaktaufnahme als Bedrohung und Eindringen in sein Revier: er reagiert aggressiv.
2. Vorsichtige Annäherung an den Hund
Wenn Sie die Erlaubnis bekommen haben, können Sie sich dem Hund vorsichtig nähern. Wichtig ist, dass Sie nicht übereilt darauf los streicheln. Nähern Sie sich immer leicht seitlich von vorne, ohne hektische Bewegungen und mit genügend Abstand. Reichen Sie dem Hund erst Ihre Hand und lassen Sie ihn daran schnuppern, damit er Sie kennen lernen kann. Reagiert der Hund mit Knurren und gefletschten Zähnen, sollten Sie das respektieren und ihn in Ruhe lassen. Reagiert er positiv, können Sie vorsichtig anfangen, ihn zu streicheln. Am besten seitlich an den Wangen und unter den Ohren - aber anfangs nie von oben.
Mit dieser Erlaubnis nähern Sie sich dem Hund von der Seite an und geben ihm zuerst eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme (beschnuppern lassen).
Reagiert der Hund darauf mit Ablehnung (Knurren, Abwenden) will er seine Ruhe und diese ist auch zu akzeptieren. Dem kann jedoch durch den Besitzer/die Besitzerin mit beruhigenden Worten entgegen gewirkt werden.
Die Kontaktaufnahme erfolgt beim Hund immer über den Geruchssinn. Dieser ist sehr stark ausgeprägt und gibt dem Hund auch die Möglichkeit Personen am Geruch zu identifizieren.
3. Erster Kontakt
Zeigt der Hund Interesse, sollte zuerst der Hund durch Beschnuppern Kontakt aufnehmen. Bleiben Sie stehen, halten Sie dabei die Hände gesenkt beziehungsweise strecken Sie ihm eine Hand entgegen. Vermeiden Sie schnelle Armbewegungen. Ist der Kontakt einmal hergestellt, streicheln Sie ihn zuerst seitlich an der Wange oder unterhalb der Ohren, jedenfalls niemals von oben.
4. Laufen Sie nicht weg
Kommt ein Hund auf Sie zu, sollten Sie nicht weglaufen. In der Regel will er Sie nur beschnuppern, kurz kennenlernen und dann wieder weitergehen. Wenn Sie aber weglaufen, wecken Sie den natürlichen Jagdtrieb des Vierbeiners - was zur Folge hat, dass er Sie jagen will.
5. Aggressives Verhalten
Haben Sie den Eindruck, der Hund läuft in aggressiver Weise auf Sie zu, versuchen Sie ihn zu ignorieren und starren Sie ihm keinesfalls in die Augen. Dies stellt im Hundebereich eine Drohgebärde dar. Reden Sie freundlich auf ihn ein (Tonfall ist entscheidend) und treten Sie langsam den Rückzug an - keine hektischen Bewegungen.
6. Hund - Kind
Hunde und Kinder handeln oft impulsiv und je nach Alter nicht immer einem Verhaltenskodex folgend. Daher sollte man sie nicht alleine lassen, sondern es sollte immer zumindest eine Aufsichtsperson anwesend sein. Achten Sie darauf, dass dem Hund keine Schmerzen bereitet werden - sonst könnte er sich bedroht fühlen.
7. Radfahren/Inlineskaten und Hunde
Hunde können leicht erschrecken, wenn man mit einem Rad oder mit Inline-Skates zu schnell an ihnen vorbeifährt. Vor allem, wenn der Hund angeleint ist und keine Fluchtmöglichkeit hat, kann er schnell aggressiv reagieren - immerhin fühlt er sich bedroht.
Überholen Sie also langsam und in möglichst ausreichendem Abstand. Bewegen Sie sich langsamer und gleichmäßig, denn abrupte Bewegungen können den Hund noch mehr erschrecken oder sein Interesse wecken.
Hunde können erschrecken und vor allem bei angeleinten Hunden besteht die Gefahr, dass wenn man zu nahe - beziehungsweise zu schnell - vorbeifährt, der Hund sich erschreckt oder bedroht fühlt und daher aggressiv reagiert.
Überholen Sie also langsam und in möglichst ausreichendem Abstand. Bleiben Sie jedoch nicht stehen sondern bewegen Sie sich langsamer aber gleichmäßig weiter - abrupte Änderungen wecken nur das Interesse des Hundes.





